Turm Kamp-Lintfort | Schönes Grillfest mit Handicaps

Schönes Grillfest mit Handicaps

Junge, Junge was für ein Heidenspaß

Gut gelaunt, hungrig und nichts böses ahnend fuhr ich am Freitag zu unserem Vereinslokal am Diesterwegforum. Unser Grillfest stand an. Die fleißigen Helfer, allen voran Johannes und Michael, die auch noch von einigen Eltern unterstützt wurden, waren schon voll in „Äkschen“. In der Küche standen die leckeren Salate, der Grill war schon arbeitsbereit und das Wetter meinte es auch gut mit uns. Nach und nach trudelten die Teilnehmer ein, die Eltern ein bisschen ruhiger und die zahlreichen Kiddys naturgemäß erheblich lauter. Vor dem anstehenden Spaßturnier, auf das ich mich nichtsahnend eingelassen habe, gab es erst die entsprechende Stärkung. Würstchen, Grillfleisch und kühle Getränke warteten darauf, die hungrigen Mägen zu füllen.

Nachdem alle satt waren, begann das Juxturnier mit knapp 20 Teilnehmern, die ganz Kleinen und die mit den grauen Haaren (es sollten noch welche dazu kommen in den nächsten knapp 2 Stunden). Die Regeln waren ganz einfach. Es wurden 7 Runden nach Schweizer System geblitzt, also 5 min Partien gespielt. Spielleiter Johannes machte die Musik an (schon einmal das erste Handicap, je nach Musikgeschmack) und ab die Post. Gefühlte 2 Minuten später ging die Musik aus und Johannes erklärte das erste Handicap. Dieses Procedere wiederholte sich während der ganzen 7 Runden. Und was es alles für Handicaps gab, war schon ziemlich lustig. Bei mir gab es eigentlich immer die gleichen Auswirkungen und die endeten fast nie gut. Hatte ich mal die bessere Zeit, wurden die Uhren gedreht, na toll. Mit einer besseren Stellung wurde das Brett gedreht, auf der 3. und 6. Reihe verschwanden alle Figuren, schwupps, waren meine beiden Läufer, 1 Springer nebst diverser Bauern verschwunden (bei meinem Gegner gerade mal ein paar Bauern). Völlig vernebelt aber war mein Gehirn, als plötzlich die Springer zu Läufern wurden und umgekehrt. Das war zuviel für einen älteren Herrn. Erst machte ich einen ungültigen Zug und dann konnte mich mein Gegner einzügig matt setzen. Tolle Wurst! Kostete mich natürlich beide Partien, brachte mir ein paar graue Haare mehr, aber meinem grenzenlosen Optimismus konnte dies nichts anhaben. Zweimal konnte ich vom Handicap profitieren. Immerhin! Ein Spitzenplatz war natürlich nicht mehr drin. Aber das sollte mir in Zukunft nicht mehr passieren und schon während des Turniers machte ich mir Gedanken über meine Strategie für nächste Mal:

  1. Langsam spielen, falls die Uhr gedreht wird
  2. Schlechter spielen, falls das Brett gedreht wird
  3. Keine Figuren auf der 3. und 6. Reihe
  4. Alle Springer und Läufer abtauschen und…
  5. last but not least: einen Hackerangriff auf den Rechner des Turnierleiters starten, um die Handicapreihenfolge herauszufinden

Aber es war ein geiler Spaß und schreit nach baldiger Wiederholung. Das sahen, glaube ich, alle Teilnehmer genauso. Übrigens, man glaubt es kaum, es gab es auch einen Turniersieger. Florian Heuser konnte ein paar neue Freunde (die Handicaps) gewinnen und holte aus 7 Runden stolze 7 Siege. Herzlichen Glückwunsch!

Das Grillfest endete mit einem gemütlichen Beisammensein einer Handvoll übrig gebliebener, so dass auch Arbeitstier Johannes sich mal ein oder zwei Flaschen Wein gönnen konnte. Schönes Wetter, viel Spaß und überall zufriedene Gesichter, was will man mehr!

In diesem Sinne, bis zum nächsten Grillfest  Hermann

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